Etwa jeder dritte erwachsene Deutsche erkrankt im Laufe eines Jahres an einer psychischen Störung. Das sind mehr als 16 Millionen Menschen. Die Ursachen sind vielfältig. Andauernder Stress, Trennung, Arbeitslosigkeit, traumatische Erlebnisse oder das Leben mit einer chronischen körperlichen Erkrankung lassen die Seele leiden. Wiederum können seelische Prozesse sich auf den Körper auswirken und den Verlauf von organischen Krankheiten beeinflussen.
Vielen gelingt die Bewältigung von seelischen Problemen ohne professionelle Hilfe. Bestehen die Schwierigkeiten aber fort und gelingt die Bewältigung nicht aus eigener Kraft, kann eine Psychotherapie hilfreich sein. Psychotherapie bedeutet die Behandlung von seelischen Problemen mit Hilfe eines interaktionellen Prozesses zwischen Thera-peut und Patient. Hierbei kommen wissenschaftlich begründete Methoden zum Einsatz, um Veränderungen im Denken, Fühlen, Erleben und Handeln zu bewirken.
Im medicum Hamburg wird kognitive Verhaltenstherapie angeboten. Sie bietet Hilfe bei vielen psychischen Störungen, verfügt über eine Vielzahl an Behandlungstechniken und ist gut erforscht. Verhaltenstherapie versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe.
Die ersten fünf Behandlungsstunden werden „probatorische“, Sitzungen genannt. Sie dienen der eingehenden Diagnostik und der Beurteilung, ob eine Therapie angezeigt ist. Auch kann der Patient sehen, ob er mit dem Therapeuten arbeiten möchte. Danach wird ein Antrag auf Psychotherapie bei der Krankenkasse gestellt, bei Selbstzahlern entfällt dies. Die Kurzzeittherapie umfasst 25h, die Langzeitbehandlung 45h. Es können nach erneuter Antragsstellung bis zu 80h genehmigt werden.